Freitag, 14. Oktober 2011

Lösung für den Seppenrader Festplatzes in Sicht !

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses hat sich unverhofft eine aussichtsreiche Alternative für den umstrittenen Standort des Fest- und Brauchtumsplatzes in Seppenrade eröffnet. Bisher plant die Stadt den Platz in mitten des Neubaugebietes Sportplatz/Kastanienallee zu errichten. Die Wahl dieses Standortes ist allerdings mit großen Einschränkungen für die Lebensqualität der sich dort ansiedelnden Bürger verbunden. Auch sind Auflagen für Lautstärke und Ruhezeit zu befürchten, sodass die Festivitäten nur im begrenzten Rahmen stattfinden könnten.


Zum Glück der Anwohner und auch der zukünftigen Partybewohner wurde heute offenbar, dass der Friedhof in Seppenrade auf absehbare Zeit noch erhebliche Freikapazitäten bereithält, sodass eine große, noch unbelegte Rasenfläche mit über 6.000 m² aus der Friedhofsplanung herausgelöst werden könnte. Der neu erhaltene „Freiraum“ würde durch eine Asphaltierung ausreichend Platz für die zahlreichen Zeltpartys und Schützenfeste bereitstellen. Im sehr ruhigen Umfeld ist auch mit Klagen von Bewohnern nur schwerlich zu rechnen.

Ein Festplatz, auf einem Friedhof?? Klingt abwegig, die Lösung birgt aber handfeste Vorteile:
-         weniger Lärmbelästigung für die Bürger
-         keine Wertminderungen für die zu verkaufenden Baugrundstücke
-         gepflegtes und stets durch frische Blumen bestücktes Umfeld

Die neue Lösung birgt jedoch auch Nachteile:
-         die Ruhe der Verstorbenen könnte gestört werden
-         das Gedenken an die Toten könnte geschändet werden
-         besinnliche Trauer ist an einigen wenigen Tagen im Jahr nur eingeschränkt möglich
-         Versiegelung einer attraktiven Grünfläche

Lieber Leser, Sie finden diese Abwägung absurd? Makaber? Ich auch. Aber wir sollten uns die Frage stellen, was mehr wert ist, die „Ruhe“ von lebendigen Mitbürgern oder die ewige Ruhe unserer Toten? Sollen wir eine Quelle jahrelangen Ärgers schaffen, oder lieber etwas klüger planen und einen solchen Festplatz lieber außerhalb eines Wohngebietes ansiedeln.

Um es noch mal klarzustellen, ich möchte  keine Partys auf einem Friedhof veranstaltet wissen. Aber wenn ich die Wahl hätte zwischen einem Wohngebiet und dem Friedhof, dann komme ich ins grübeln. Ohne das Gedenken an die von uns Gegangenen herabwürdigen zu wollen, die Lebenden sollten manchmal wichtiger sein als die Toten. Und daher sollten Festplätze weder auf Friedhöfen noch in Wohngebieten, sondern in Gewerbegebiete oder gleich in den Außenbereich gelegt werden!


< Achtung, dieser Beitrag enthält humoristische Elemente in Form von Satire >