Dienstag, 22. März 2011

Wir bauen die Mauer wieder auf!

Wer aus Berenbrock in Lüdinghausen einfährt, der fährt entweder über die Klosterstraße am St.Antonius Gymnasium, oder nimmt die Straße Hinterm Hagen; so oder so: auf der Ecke an der Kreuzung der beiden Straßen liegt das Kloster St. Antonius mit zugehörigem Altersheim.


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Eben jenes Heim wird in Richtung Sporthalle von einer Mauer umfriedet, die in einem baufälligen Zustand ist.
Der Putz bröckelt, der Klinker ist marode und die Dachpfannen fehlen reihenweise.


Weil der Anblick nicht so recht gefällig ist, und auch der Bauhof immerwieder ausrücken muss, um herabfallende Teile der Mauer zu räumen, soll diese nun saniert werden. Dafür werden Kosten von ca. 180.000€ veranschlagt, Bedingung für die Baumaßnahme ist jedoch eine knapp 50% Förderung aus Denkmalschutzmitteln des Landes.

Aber auch nach Förderung und Zuschüssen, es bleiben Kosten für den Städtischen Haushalt in Höhe von rund 90.000 €, kein Pappenstiel. Sollte man diese Mauer also sanieren? Landeszuschüsse abgreifen, sobald und solange verfügbar?  Oder ist die momentane Situation zwar zufriedenstellend, aber ausreichend?  Ist ein Abriss und Neubau eines Zauns / Hecke eine Alternative? Reicht es vll. auch, die bestehende Mauer zu sichern, damit nicht mehr dauerhaft Teile herunterfallen?

Eine Menge Fragen, Fragen die bisher noch unbeantwortet sind. Bevor also die Verwaltung die Sanierung der  Mauer in Angriff nimmt und sich auf diese einzelne Perspektive beschränkt, sollte diskutiert werden, ob und was für eine Mauer/Umfriedung  es braucht, und wie sie aussehen soll. Der Ortseingang einer Stadt ist ihre Visitenkarte, natürlich sollte er auch entsprechend aussehen. Bei der aktuellen Klostermauer frage ich mich allerdings: was ist daran eigentlich Denkmalschutzwürdig?